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Teufelskreis für Betroffene

Was ist die Ursache?

Entstehung von Rückenschmerzen oft multikausal


Stress löst Rückenschmerzen aus

ARTIKEL von Stefan Füger | 16.07.2016

Stress Auslöser von Rückenleiden

Stress, sowohl im Büro als auch im Privatleben, kann Rückenbeschwerden auslösen oder verstärken. Für Betroffene kann diese zum Teufelskreis werden. 

Wie wirkt Stress auf Deine Muskulatur im Rücken und wie kannst Du vorbeugend aktiv werden?

Lange Zeit war man sich der Bedeutung von Stress für die Entstehung und Festsetzung von Rückenschmerzen nicht im heutingen Umfang im Klaren. 

Positiver Stress, mit dem Fachbegriff auch Eustress genannt, versetzt den Körper kurzzeitig in höhere Leistungsfähigkeit. Dies darf aber tatsächlich nur punktell und kurzfristig geschehen. Unser Körper benötigt danach Ruhephasen, um sich zu erholen. 

Tauchen jedoch immer wieder neue Impulse durch Stress auslösende Faktoren, sogenannte Stressoren, auf, so kommt der Körper eben nicht mehr zur Ruhe. Das Stresslevel fällt nicht mehr und Stress kommt einem Dauerzustand gleich. An dieser Stelle schlägt der positve Stress dann ins Negative um, was Fachleute auch mit Dystress bezeichnen.

Dass Stress dann für den Körper zur Belastung werden kann, bestreitet sicherlich kaum jemand. Der permanente Alarmzustand kann das Immunsystem fehlleiten und schwächen sowie Herzinfarkte, Depressionen, Magengeschwüre und andere schlimme Krankheiten in ihrer Entstehung und Entwicklung begünstigen.

Diese Art von negativem Stress und seelischer Belastung kann theoretisch bei jedem von uns auch den Rücken belasten. Ob es soweit kommt, hängt natürlich von individuellen Faktoren ab. Hierzu gehören funktionierende Strategien zum Stressabbau, eine selbstbewusste Einschätzung Stress nur bis zu einem bestimmten Level zuzulassen und individuelles Belastungslevel.

Negative Auswirkungen des Stress schleichten sich leider sehr langsam in kleinen Schritten in unser Leben ein. Oft merken Betroffene erst wenn es zu spät ist, was sie sich, ihrem Körper und ihrem Rücken zugemutet haben. Dann können Rückenschmerzen bereits chronisch geworden sein.

Frauen treffen chronische Rückenschmerzen interessanter häufiger als Männer. Dies gilt übrigens für Rückenbeschwerden insgesamt.

Stress führt zunächst zu einem höheren Spannungszustand der Muskulatur, auch Muskeltonus genannt, mit der Folge von Verspannungen.

Faszien spielen hierbei die entscheidende Rolle. Das bindehautartige Gewebe zieht sich zusammen. Bei anhaltendem Stress ohne ein passendes Ventil, diesen abzubauen, können sich verhärtete, regelrecht filzige Strukturen entwickeln. Dieser Stress löst dann Beschwerdenim Rücken aus. 

Diese stimulieren Schmerzensoren im Muskelgewebe, Sehnen und Gelenken. Der Schmerz ist aber natürlich nur ein Sympotm und der Hinweis unseres Körpers, dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät. 

Wir reagieren wir typischerweise auf Schmerz: wir weichen ihm aus. Wir suchen einen Weg, ihn auszuschalten. Bei Rückenschmerzen begeben wir uns in Schonhaltungen

Die Schonhaltung bringt aber gleichzeitig eine Bewegunszurückhaltung mit sich. Mit anderen Worten: wir bewegen uns noch weniger. Der Stress wird genauso wenig wie zuvor, oder sogar vielleicht noch weniger abgebaut. 

Werden keine Maßnahmen ergriffen, löst der Stress weiter Beschwerden im Rücken. Ein Teufelskreis kommt in Gang. Stress löst über Verspannungen und verkürzte Faszien Beschwerden im Rücken aus. Die Schonhaltung führt lediglich zu Ausweichbewegungen, die ihrerseits bis dahin schmerzfreie Bereiche belasten können und die Beschwerden im Rücken ausweiten oder verstärken können. 

Kommt noch ein unpassender Lebenswandel hinzu, z.B. zu wenig Bewegung, manifestieren sich die Schmerzen am Rücken möglicherweise weiter und wird chronisch

Wissenschaftliche Studien bringen bislang keine eindeutigen Aussagen, ob Stress zwangsläufig zu chronischen Rückenschmerzen führt.

Dies mag aber auch daran liegen, dass eine objektiv messbare Größe für Stress nicht exisitert, sondern individuelle Faktoren den Ausschlag geben, ob und wie wir seelsische Belastungen wahrnehmen.

Stress führt also aus wissenschaftlicher Sicht nicht zwangsläufig zu einer Chronifizierung von Rückenschmerzen. Dennoch scheinen sich psychische Faktoren immer mehr als Ursache von Beschwerden am Rücken herauszukristallisieren.

Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes nimmt sich ausgearbeitet vom Robert Koch Institut im Heft Nr. 53 dem Thema Rückenschmerzen an. Eine Aussage möchten wir an dieser Stell übernehmen:  "Chronische Rückenschmerzen sind fast immer »mehr als Schmerzen im Rücken«" (die ausführliche Angabe findet sich im Quellenverzeichnis unter Nr. 9). 

Ganz wichtig erscheint auf jeden Fall, dass Stress ein wesentlicher Aspekt chronischer Rückenschmerzen zu sein scheint. In der Vermeidung bzw. dem rechtzeitigen Abbau von Stress liegt somit sicherlich auch eine sinnvolle Strategie, um einen Teil der Rückenschmerzen zu vermeiden und besonders nicht chronisch werden zu lassen.

Grundsätzlich empiehlt es sich natürlich die Ursachen anzugehen - und nicht nur die Symptome zu adressieren. 

Insofern sollten Vermeidungsstrategien dann auch direkt bei den Stressoren und beim Stresslevel ansetzen. Durch Stress verursachte Rückenschmerzen lassen sich damit sicherlich vermeiden. 

Zunächst solltest Du herausfinden was Dich stresst:

  • Welche Stressoren genau belasten Dich?
  • Welche äußeren und inneren Reize versachen den negativen Stress?
  • Lassen sich diese Stressoren komplett vermeiden?
  • Wie kannst Du damit umgehen?

Zumindest sollten diese Stressoren lediglich punktelle auftauchen. Nach Phasen des Stress sollten Ruhephasen im Rahmen des Möglichen folgen.

Neben Entspannungsübungen wie Yoga eignet sich natürlich Bewegung allgemein, Sport und gezielte Pausen im Arbeitsalltag. Manchmal genügt vielleicht bereits die sprichwörtliche Tasse Tee, etwas Ruhe in einer bewussten Pause, um danach wieder frisch ans Werk gehen zu können. 

Aber keine Frage, das Thema Stress erscheint extrem komplex und ist auf jeden Fall sehr individuell. Stress macht sich meist recht langsam in unserem Alltag breit. Gleichzeitig glauben wir mit immer höheren Stressleveln zurecht kommen zu können - oder sehen uns in unserer Leistungsgesellschaft dazu gezwungen. 

Rückenbeschwerden, die durch Stress verursacht wurden, lassen sich vermeiden. Die eigene Erkenntnis was Stress für einen bedeutet und eine selbstbewusste Strategie nicht über einen bestimmten Punkte hinaus zu gehen, können sehr hilfreich sein.

Stresslevel nehmen wir individuell wahr was deren Messbarkeit und Ableitung wissenschaftlicher Aussagen erschweren. 

Dennoch gehören psychische Faktorn wie Stress zweifelsohne zu den Ursachen Rückenleiden.

Wichtig ist, dass Du ein dauerhaft erhöhtes Stresslevel vermeidest.

Stress insgesamt lässt sich nicht vermeiden und kann selektiv, punktuell und gefolgt von Ruhephasen durchaus positive Aspekte mit sich bringen. 

Dauerhafter, negativer Stress belastet Deinen Körper in vielfältiger Art und Weise und trägt zur Entstehung von Rückenleiden bei. 

Diesem Stress solltest Du mit angepassten Strategien zu dessen Vermeidung begegnen. Sport, Bewegung allgemein, Entspannungsübungen wie Yoga können helfen. Auf Genussmittel sollte Du weitestgehend verzichtet. Plane in Deinem Arbeitsalltag ausreichend bewusste Pausen

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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