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Verengter Nervenkanal in der Wirbelsäule

Was ist die Ursache?

Entstehung von Rückenschmerzen oft multikausal


Spinalkanalstenose

ARTIKEL von Stefan Füger | 06.12.2016

Beschwerden im Rücken durch Spinalkanalstenose

Die Beschwerden der Spinalkanalstenose treten meist in Folge altersbedingter Abnutzungserscheinungen auf.

Neben Rückenschmerzen kann es bei der spinalen Stenose zu Bewegungseinschränkungen bis hin zu Taubheitsgefühl in den Beinen kommen.

Unter einer Spinalkanalstenose verstehen Experten die Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule.

Synonym ist das Krankheitsbild der Spinalkanalstenose bekannt unter den Begriffen spinale Stenose oder Spinalstenose. Eine Stenose bezeichnet in der Medizin allgemein die Einengung von Hohlorganen wie beispielsweise Blutgefäßen – oder eben dem Wirbelkanal in der Wirbelsäule.

Als Teil des zentralen Nervensystems verläuft in diesem Wirbelkanal das Rückenmark. Durch unterschiedlich hervorgerufenen mechanischen Druck können am Rückenmark oder den Nervenaustrittsstellen der Nervenwurzeln in diesem Bereich Reizungen entstehen.

Diese können sich in Form von lokalen Rückenschmerzen, über in die Beine ausstrahlende Schmerzen bis hin zu einem Taubheitsgefühl in den Beinen äußern.

Auf die Symptome der spinalen Stenose möchten wir im nächsten Abschnitt detaillierter eingehen. Generell nehmen die Schmerzen bei Betroffenen aber bei gebückten Haltungen ab. Hierbei dehnt sich der Wirbelkanal, die Nerven finden mehr Platz und sind weniger mechanischen Reizungen ausgesetzt.

Die sich bessernden Beschwerden, den zurückgehende Nervenschmerz bei gebückter Haltung, bezeichnen Mediziner in der Fachsprache mit Claudicatio spinalis.

Im umgekehrten Fall einer aufrechten oder gar nach hinten gebeugten Halten, nimmt der Druck auf die Nerven typischerweise zu, einhergehend mit einem Anstieg des Schmerzempfindens. Hier sprechen Mediziner vom Fachbegriff Claudicatio intermittens

Ein verengter Wirbelkanal muss zunächst nicht notwendigerweise zu Schmerzen führen. So entwickeln sich die Symptome einer spinalen Stenose auch langsam über einen längeren Zeitraum.

Zunächst äußert sich die Spinalkanalstenose durch nicht charakteristische Beschwerden wie sie auch bei anderen Arten von Rückenschmerzen auftreten können und deutet somit nicht notwendigerweise ausschließlich auf diese Wirbelsäulenerkrankung hin. Hierzu gehören insbesondere:

  • Schmerzen im unteren Rücken einhergehend mit Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen.
  • Teilweise strahlen dies Schmerzen zumindest in den Oberschenkel und im weiteren Verlauf in das gesamt Bein aus.

Eine fortgeschrittene Spinalkanalstenose kann sich dann mit folgenden Symptomen äußern:

  • Krämpfe in den Beinen.
  • Taubheitsgefühl in den Beinen.
  • Schwere und Müdigkeitsgefühl in den Beinen.
  • Typischerweise sind die Beschwerden der Spinalkanalstenose bewegungsabhängig, d.h. sie treten besonders bei bestimmten Bewegungen auf.
  • Wie oben bereits beschrieben kommt es beim aufrechten Gang zunehmend zu Beschwerden, die in gebückter Haltung wieder nachlassen.
  • Empfindungsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen in den Beinen.
  • Im Extremfall führt die spinale Stenose zu einer Störung der Blasen- bzw. Mastdarmfunktion.
  • Einschränkung des Sexuallebens

Die Ursachen einer Spinalstenose können recht vielschichtig ausfallen. Wie gesagt entwickelt sich eine Spinalkanalstenose über einen längeren Zeitraum regelrecht schleichend. Hierbei wirken wie so oft bei der Entstehung von Rückenschmerzen mehrere Faktoren zusammen.

An anderer Stelle hatten wir bereits angemerkt, dass die Belastung der Wirbelsäule nach unten hin zunimmt. Und so tritt auch die Spinalstenose häufig im Bereich der unteren Wirbelsäule, der sogenannten Lendenwirbelsäule, auf.

Degenerative Prozesse begünstigen die Entstehung einer spinalen Stenose. Hierbei sind besonders folgende Faktoren zu nennen:

  • Verschleißbedingt verliert die Bandscheiben im Zeitverlauf die Fähigkeit, Wasser zu binden.
  • Sie verliert damit an Festigkeit und an Höhe.
  • Bedingt durch den Höheverlust rücken die einzelnen Wirbelkörper weiter zusammen und erfahren eine stärkere Belastung.
  • Die Bänder entlang der Wirbelsäule sind aufgrund des geringeren Abstands weniger gut gespannt.
  • Die Wirbelkörper erlangen dadurch mehr Bewegungsspielraum. Fachleute sprechen hier von Spondylolisthesis (umgangsprachlich Wirbelgleiten).  
  • Dies führt auch zu einer zusätzlichen Belastung und Degeneration der Wirbelgelenke (sogenanntes Facettensyndrom).
  • Insgesamt verliert die Wirbelsäule an Stabilität.
  • Eine schwache Rückenmuskulatur gibt in solcher Situation nicht den benötigen Halt mit der Folge möglicher mechanischer Reize im Nervenkanal der Wirbelsäule, beispielsweise durch Bandscheibenvorwölbungen oder Wirbelgleiten.

Neben diesen verschleißbedingten Ursachen kann die Spinalstenose auch durch Verletzungen der Wirbelkörper, angeborene Verengungen oder Knochenerkrankungen hervorgerufen werden.

Gerade im Stehen nimmt die Belastung auf die Nerven zu. Bei der fortgeschrittenen Spinalkanalstenose machen sich dann die typischen Schmerzen im unteren Rücken mit Ausstrahlungen in die Beine bemerkbar. 

An erster Stelle steht die Erfragung des Krankheitsverlaufs, der Entstehung und dem Auftreten der Schmerzen. Treten diese lediglich bei einer bestimmten Haltung auf? Verschlimmern sich die Schmerzen bei einem Hohlkreuz oder verbessern sie sich bei gebückter Haltung?

Darauf aufbauend erfolgt auch mit Hilfe bildgebender Verfahren eine genauere Untersuchung der Wirbelsäule mit dem Ziel, mögliche Anomalien wie beispielsweise Wirbelgleiten oder Bandscheibenvorwölbungen festzustellen.

Hierbei gilt jedoch zu beachten, dass nicht jede sichtbare Einengung zwangsläufig zu Beschwerden führen muss.

Insofern gibt erst die Kombination aus Gespräch, Bild und neurochirurgischer Untersuchung Aufschluss darüber, ob und welche Verengungen tatsächlich als Ursache für Beschwerden einer Spinalkanalstenose zu diagnostizieren sind. 

Die Behandlung der spinalen Stenose fokussiert zunächst konservative Therapieansätze. Hierzu zählen insbesondere:

  • Gezielte und konsequent Physiotherapie zur Entlastung und Stärkung der Muskulatur.
  • Wärmebehandlungen und Massagen zur Lockerung der Muskulatur können helfen.
  • Angepasste, schmerzschonende Haltung.
  • Schmerzmittel, um die Beschwerden erträglich zu gestalten.
  • Darüber hinaus können stützende Orthesen angebracht sein.

Sollten diese Maßnahmen innerhalb einiger Wochen keine Wirkung zeigen, kommen möglicherweise minimalinvasive Behandlungen einer spinalen Stenose in Betracht.

Final bliebe dann lediglich noch eine Spinalkanalstenose-Operation. Dies geht jedoch mit einigen Risiken wie einer möglichen Verletzungen von Nerven einher und sollte insofern sehr gut abgewogen werden, sofern konservative und auch minimalinvasive Behandlungsmethoden keine Linderung der Beschwerden einer spinalen Stenose bringen. 

Unter einer spinalen Stenose beschreibt eine Verengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. Diese muss nicht notwendigerweise Schmerzen hervorrufen.

Die Spinalkanalstenose ersteht typischerweise über einen längeren Zeitraum aufgrund degenerativer Prozesse am Bewegungsapparat.

Nicht charakteristische Rückenschmerzen oftmals im Bereich der Lendenwirbelsäule deuten oftmals noch nicht auf eine spinale Stenose hin. Im Zeitverlauf können die Schmerzen dann in die Beine ausstrahlen und bis zu einem Taubheitsgefühl führen.

Oftmals nehmen die Schmerzen im Stehen oder aufrechtem Gang zu und bei gebückter Haltung eher ab.

Die Diagnose gestaltet sich oftmals schwierig. Ein ausführliches Patientengespräch in Kombination mit bildgebenden Verfahren und neurochirurgischer Untersuchung können Klarheit verschaffen, ob Verengungen am Nervenkanal der Wirbelsäule vorliegen und ob diese auch tatsächlich für etwaige Schmerzen im Rücken verantwortlich sind.

Die Behandlung fokussiert sich zunächst auf konservative Behandlungsmethoden wie beispielsweise Physiotherapie, sowie Massagen und Wärmetherapie. Sofern konservative Behandlungsmaßnahmen keine Linderung verschaffen bleiben noch minimalinvasive Methoden bis hin zu einer Operation

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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