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Handgemachtes für den Fuß

Schuhe und richtig gehen


Schuheinlagen

ARTIKEL von Stefan Füger | 07.07.2016

Fehlstellungen in den Füßen Ursache von Rückenbeschwerden

Fehlstehlungen am Bewegungsapparat können Rückenbeschwerden verursachen. Diese gilt auch für Füße.

Und so hängen Deine Füße und Dein Rücken hängen enger zusammen als Du Dir dies vermutlich vorstellst. 

Bemerkbar machen sich die Fehlstellungen dann möglicherweise entlang des Bewegungsapparates. Schuheinlagen können helfen, Fehlstellungen gezielt entgegenzuwirken.

Komplexes Konstruk aus Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder

Hast Du Dir schon einmal Gedanken über die Anatomie Deiner Füße gemacht? Füße sind ein komplexes Konstrukt aus vielen Knochen, Muskeln, Bändern und Sehnen

Insofern erschließt sich Dir vielleicht aus dem Gedanken wieviele Teile zusammen funktionieren müssen, dass einerseits Fehlstellungen in der Anatomie Deiner Füße recht leicht entstehen können und andererseits, dass sich diese auch entlang des Bewegungsapparates noch oben weiter fortsetzen können. 

Bei einem Gebäude spielt das Fundament eine sehr große Rolle für die Stabilität. Ähnlich kannst Du Dir dies auch für Deine Füße vorstellen. Damit erklärt sich auch warum Schuheinlagen einen Mehrwert bieten können, um Fehlstellungen an Füßen auszugreichen. 

Nun möchten wir aber gemeinsam mit Dir einen genaueren Blick auf die Anatomie Deiner Füße legen:

  • Jeder Fuß weist 26 Knochen auf, zuzüglich zwei Sesambeinen. 
  • Diese sind durch fast 30 Gelenke miteinander verbunden. 
  • Ungefähr 60 Muskeln umhüllen das Muskelkonstrukt. 
  • Mehr als 100 Bänder sowie ca. 200 Sehnen komplettieren das anatomische Wunder Füße.

Stoßdämpfer in den Füßen

Die Belastung der Wirbelsäule nimmt vom Hals zum Lendenwirbelbereich weiter zu. Die unteren Bandscheiben tragen ungefährt das Körpergewicht der Person. Entsprechend lässt sich auch vorstellen, dass auf den Füßen natürlich eine vergleichbare Belastung ruht. 

Zwar wird diese auf eine etwas größere Fläche als bei Bandscheiben verteilt. Dennoch stellt sich auch die Fläche unserer Füße als nicht immens groß dar und entsprechend nun die Frage wie die Anatomie unserer Füße unser Gewicht eigentlich tragen können

Zweifels ohne bilden unsere Füße die einzige Verbindung zum Untergrund. Drehungen, Sprünge, Tritt und Stöße beim Sport, Bewegung allgemein oder einfach nur der normale Gang setzen sie starken Belastungen aus. 

Viele Teile müssen perfekt harmonieren, um die Bewegungen zu ermöglichen. Dein Körper mit Ausnahme des Kopfes dreht sich mit. Als Gegenrotation drehen sich Becken- Schultergürtel in jeweils entgegengesetzte Richtung. 

Gewölbe mit nur drei Auflagepunkten

Das Geheimnis der Anatomie Deiner Füße liegt in einem kuppelartigen Aufbau, der nur drei Auflagepunkte aufweist: 

  1. zwischen Großzehnballen und Ferse
  2. zwischen Großzehn- und Kleinzehnballen
  3. zwischen Kleinzehnballen und Ferse

Ähnlich wie bei Bandscheiben kommt hier auch das Konzept eines Stoßdämpfer oder Puffers zum Einsatz. Das Fußgewölbe federt Stöße und Belastungen ab. Dadurch entfaltet sich nicht die komplette Kraft entlang des Bewegungsapparates über Beine einschließlich Knie bis hin zum Becken in Rücken mit Wirbelsäule, Muskeln und Bandscheiben hinein.

Komplexe Anatomie erleichtert Fehlstellungen

Die komplexe Anatomie Deiner Füße, die feine Abstimmung zwischen den einzelnen Teilen und die hohe Belastung, die auf Deinen Füßen lastet, lässt bereits erahnen, dass sich Fehlstehlungen am Fuß relativ leicht ergeben und durchaus am Rücken auswirken können. 

Stellt Dir wiederum ein Gebäude vor: weist das Fundament bereits Risse auf oder bietet eine schiefe Bodenfläche, dürfte der weitere Aufbau ebenfalls nicht gerade stehen oder die Mauern müssten nach oben hin in die entgegengesetzte Richtung des Gefälles ausgegelichen werden. 

Ähnlich funktioniert dies auch mit unserem Bewegungsapparat. Ein ungünstiges Fundament kann zu ausgleichenden Anpassungen beispielsweise an der Wirbelsäule in Form einer Skoliose führen. Eine Fehlstellung im Fuß kann sich über den Bewegungsapparat hinweg am Rücken bemerkbar machen. Deshalb möchten wir Dir nachfolgend die aus unserer Sicht wichtigsten Fehlstellungen im Fußgelenk aufzeigen. 

Senk- und Plattfuß: abgeflachtes Längsgewölbe

ist das Längsgewölbe durch Überlasung abgesenkt, sprechen Experten von einem Senkfuß. Dieser wiederum bezeichnet die Vorform des Plattfußes. 

Spreizfuß: abgeflachtes Quergewölbe

Bei dem Spreizfuß handelt es sich ebenfalls um ein Abflachung des Fußgewölbes. Hierbei ist jedoch nicht das Längs- sondern das Quergewölbe betroffen. 

Dies äußert sich in einer fächerförmigen Abspreizung der Zehen. 

Knickfuß: nach innen geknickter Fuß

Die Bezeichnung Knickfuß umschreibt die anatomische Veränderunge sehr gut. 

Im Bereich des Knöchels knickt der Fuß regelrecht nach innen ab. Die Belastung auf der Innenseite nimmt entsprechend zu. 

Am Schuhwerk der Betroffen lässt sich des sehr gut erkennen. Die Innenseite der Schuhe nutzen aufgrund der ungleichen Belastung stärker ab als außen. 

Hohlfuß: übermäßig hohes Längsgewölbe

Auch das Gegenteil eines Plattfußes kennt die Medizin. Betroffen ist gleichsam das Längsgewölbe. 

Jedoch zeichnet sich der Hohlfuß anatomisch durch eine zu starke Wölbung aus - und eben nicht durch eine Abfachung wie beim Plattfuß.

Fehlstellung im Fuß äußert sich am Rücken

Vielleicht kannst Du Dir nun ein bessers Bild darüber machen, dass Fehlstellungen am Fuß sich im Rücken bemerkbar machen können. Die Auswirkungen der veränderten Anatomie des Fußes kann zu Fehlbelastungen und dadurch parziellen Überbelastungen auch an der Wirbelsäule führen. 

Kleine Veränderungen im Fuß können sich also an der Anatomie des Rückens auswirken. Insofern stellt sich nun die Frage, ob und wie Schuheinlagen einen Beitrag zur Vermeidung von Rückenbeschwerden leisten können. 

Dem Fuß eine Stütze sein

Gehen wir im wahrsten Sinn des Wortes wieder zum Vergleich mit einem Gebäude zurück und fragen uns, ob und wie Schuheinlagen Rückenschmerzen reduzieren oder verhindern können.

Bei einem schiefen Fundament eines Hauses hilft die Begradigung des Grundes oder gezielte verstärkende Maßnahmen am Boden, um sicherzustellen, dass das Bauwerk gerade und stabil nach oben wachsen kann.

Entsprechend sollen Schuheinlagen bestimmte Punkte im Fußgelenk erhöhen und stabilisieren, um beispielsweise ein zu falches Gewölbe sukzessive zu erhöhen und um Fehlstellungen langsam abzubauen. Auf den Punkt gebracht: Schuheinlagen sollen dem Fuß eine Stütze sein.

Reduktion von Fehlstellungen durch Schuheinlagen

Ganz grob lassen sich zwei Wirkungsweisen von Schuheinlagen aufzeigen. Einerseits handelt sich um Maßnahmen zur Vergrößerung der Auftrittsfläche und andererseits um eine bessere Stütze des Fußgewölbes. ​

  1. Bei einem Hohlfuß mit einem übermäßigen Längsgewölbe hilft eine Vergrößerung der Auftrittfläche, die Kraft besser zu verteilen. Sie wirkt auf einer breiteren Basis, kann sich punktuell nicht so stark entfalten und soll dadurch Schmerzen direkt im Fuß oder an fortgesetzen Abschnitten des Bewegungsapparates verhindern. 
  2. Senk- und Plattfuß sowie Knickfuß und Spreizfuß zeichnen sich durch ein abgeflachtes Gewölbe ab. In diesem Fall sollen Schuheinlagen helfen, diese zu stützen und die Absorbtion der Kraft zu verbessern. 

Schuheinlagen sollen also Fehlstellungen in den Füßen und etwaigen dadurch entstehenden Rückenbeschwerden entgegenwirken. Im Idealfall korrigiert die konsequente Nutzung der Schuheinlagen diese Fehlstellungen im Fuß und Beschwerden entlang des Bewegungsapparates bis in den Rücken hinein können vermieden werden. 

Was sind Barfußschuhe eigentlich? Wir berichten über diese spezielle Art von Schuhen in einem separaten Artikel. Eingentlich sind Barfußschuhe nichts besonders. Im Gegenteil, Barfußschuhe ermöglichen einen natürlichen Gang, den wir durch festes Schuhwerk scheinbar mit dem Heranwachsen verlieren. 

Barfußschuhe weisen deshalb typischweise mehr Zehenfreiheit sowie eine sehr dünne, flache und flexible Sohle auf. Dadurch spürtst Du beim Gehen natürlich den Untergrund besser und deine Füße nehmen wieder mehr Unebenheiten, kleine Steine und Erhebungen wahr. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob dies Art von Schuhen eine Alternative zu Schuheinlagen darstellen. 

Barfußschuhe ermöglichen es über den Fußballen abzurollen. In einem der obigen Abschnitte zeigen wir auf, dass das funktionierende Fußgewölbe dem Körper insgesamt als eine Art Stoßdämpfer dient. Durch dieses Abrollen über den Vorderfuß wird schon früh ein Teil der Kraft absorbiert, die dann nicht mehr entlang des Bewegungsapparates wirken kann.

Insofern können Barußschuhe sicherlich nicht dazu beitragen, Fehlstehllungen im Fußgelenk zu reduzieren. Für ein gesundes Fußgelenk können sie aber eine Alternative darstellen, um die Muskulatur im Fuß zu stimulieren und zu stärken. Die Vor- und Nachteile diskuieren wir in einem anderen Artikel. 

Beschwerden am Rücken müssen nicht notwendigerweise auch dort ihre Ursache haben. Teilweise liegt der Grund für Rückenbeschwerden an ganz anderer Stelle, beispielsweise Zähneknirschen oder eben Fehlstellungen in den Füßen

Schuheinlagen können dann helfen, diesen Fehlstellungen entgegenzuwirken und falsche Belastungen auszugleichen, das Fußgelenk zu stützen und zu stablisieren und Schmerzen zumindest direkt im Fuß zu vermeiden. 

Teilweise pflanzen sich Fehlstellungen an Füßen über den Bewegungsapparat hinweg in andere Bereiche unseres Körpers vor und können dort Beschwerden und Schmerzen auslösen. Sinnvolle in Absprache mit dem Artz individuell angefertigte Schuheinlagen können an der Ursache ansetzen und im Idealfall bei konsequenter Nutzung sukzessive Beschwerden entgegenwirken.

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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