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Stabilität und Beweglichkeit für die Wirbelsäule

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mit Wissen Rückenschmerzen vermeiden


Aufbau der Rückenmuskualtur

ARTIKEL von Stefan Füger | 21.07.2016

Rückenmuskulatur und Rückenbeschwerden

Zum Verständnis für die Entstehung von Rückenschmerzen macht ein Blick auf Aufbau und Funktionen Deiner Rückenmuskulatur Sinn. 

Funktionalität, Einteilung der Muskeln im Rücken sowie der Bedeutung von Faszien für die Entstehung von Rückenschmerzen stehen nachfolgend im Fokus.

Verkrampfte und verspannte Rückenmuskeln können Rückenbeschwerden verursachen.

Das als Muskulatur bezeichnete Organsystem besteht aus mehr als 650 einzelnen Muskeln. Allein in jedem Fuß befinden sich 60 Muskeln.

Die stärksten Muskeln finden sich übrigens in der Kaumuskulatur. Insofern ist also nicht der Größte gleichsam der Stärkste. Eine nächtliche überaus aktive Kaumuskulatur äußert sich unter der Fachbezeichnung Bruxismus übrigens teils in Nackenschmerzen und Rückenbeschwerden. Stress kann das umgangssprachliche Zähneknirschen auslösen. 

Die genau Anzahl unserer Muskeln ist bei Geburt bereits festgelegt und variiert nicht im Zeitverlauf, jedoch natürlich deren Größe und Kraft. 

Der Anteil der Muskelmasse am Gesamtgewicht eines Menschen ändert sich. Bei Geburt liegt er bei ca. 20%, nimmt dann die ersten zwei Jahrzehnte zu, um danach langsam etwas abzunehmen.

Diese Durchschnittsbetrachtungen sollen lediglich einen Eindruck von der Bedeutung unserer Muskulatur geben.

Um einem langsamen Rückgang der Muskelmasse im Zeitverlauf entgegenzuwirken, erscheint ein konsequentes Muskeltraining unerlässicht - auch für Deinen Rücken. 

Wir unterscheiden grundsätzlich drei verschiedene Arten von Muskulatur

  1. Herzmuskel
  2. Glatte Muskulatur
  3. Gestreifte bzw. quergestreifte Muskulatur

Erstere können wir an dieser Stelle ausklammern. Und auch die glatte Muskulatur spielt hinsichtlich unseres Bewegungsapparates keine Rolle. Sie umschließt die Wände innerer Organe und unterliegt nicht unserer bewussten Kontrolle.

Die quergestreifte Muskeln hingegen meinen denjenigen Anteil an der gesamten Muskulatur, die wir über das zentrale Nervensystem bewusst steuern können. Ca. 400 dieser Muskeln bilden zusammen die Skelettmuskulatur.

Einen wichtigen Anteil hiervon bildet die unserem Zusammenhang relevante Rückenmuskulatur.

Deine Skelettmuskulatur stabilisiert Deinen Körper, gibt ihm Wärme und macht Bewegungen erst möglich.

Die Rückenmuskulatur spielt darüber hinaus bei der Atmung eine wichtige Rolle. 

Die Muskeln am Rücken lassen sich in zwei grundsätzliche Gruppen einteilen: 

  1. Primäre bzw. autochthone Rückenmuskulatur:  
  • Sie liegt unter der sekundären Rückenmuskulatur verborgen, angelagert an die Wirbelsäule, um die einzelnen Wirbelkörper miteinander zu verbinden.
  • Ihr kommt bei der Beweglichkeit Deiner Wirbelsäule sowie der aufrechten Körperhaltung Bedeutung zu.
  • Deshalb heißt sie im Lateinischen auch Musculus erector spinae oder Rückenstrecker.
  1. Sekundäre bzw. aufgelagerte Rückenmuskulatur:  
  • Im Gegensatz zur autochthonen Rückenmuskulatur siehst Du die aufgelagerte Rückenmuskulatur.
  • Sie verbindet Extremitäten, Kopf und Brustkorb mit Deiner Wirbelsäule.

Mit dieser Einteilung möchten wir die Grundlage für ein besseres Verständnis für die Entstehung von Rückenschmerzen legen. Ein wesentlicher Teil der Vermeidung von Rückenbeschwerden macht das gezielte Training dieser Muskeln aus. 

Mittlerweile wissen Experten, dass nicht nur der Stärkung der sekundären bzw. aufgelagerten und sichtbaren Rückenmuskulatur Bedeutung beizumessen ist. Genauso wichtig oder vielleicht sogar noch mehr ins Gewicht fällt das Training der primären an der Wirbelsäule angelagerten Muskulatur

Letztere lässt sich jedoch schwerer ansprechen, Hierfür bedarf es spezieller Übungen oder Technologien wie beispielsweise EMS-Training

Der flächenmäßig größte Muskel befindet sich im Rücken und wir Latissimus dorsi genannt. 

Zwar ist er relativ dünn. Jedoch überdeckt er die untere Hälfte des Rückens.

Die stärksten Muskeln finden sich jedoch wie gesehen im Bereich der Kaumuskulatur

Die Bauchmuskulatur bildet den Gegenspieler zu den Muskeln im Rücken.

Eine durchtrinierte Körpervorder- oder Rückseite allein hilft leider nicht. Auf die Balance kommt es an. Kommt das Gleichgewicht zwischen Muskulatur an Bauch und Rücken aus dem Tritt kann dies zu Rückenschmerzen führen.

Dies lässt sich hervorragend an folgendem Beispiel veranschaulichen. Unsere Bauchmuskeln bilden das Bindeglied zwischen Brust- und Beckenmuskulatur.

Bei einer verkürzten Bauchmuskulatur verkürzt sich eben jene Strecke mit zwei wesentlichen Auswirkungen: 

  1. Der Brustkorb kippt nach vorne in Richtung Becken. 
  2. Das Becken wiederum bewegt sich nach oben Richtung Brustkorb. 

Die beiden Bewegungen zueinander wirken sich natürlich auf die Rückenmuskulatur aus. Von der Seite betrachtet würden wir den typischen Rundrücken erkennen. 

Bei diesen beiden wesentlichen Auswirkungen bleibt es leider nicht. Denn der Kopf tendiert dadurch weiter nach vorne was dauerhafte Zugkräfte auf die Rückenmuskulatur zur Folge haben kann. Im Zusammenhang mit dem Handynacken erkärten wir den Wirkmechanismus und die dabei vorhandenen Größenordnungen bereits.

Die Rückenmuskulatur muss aufgrund der verkürzten Bauchmuskulatur nun wesentlich mehr leisten. 

Leider endet die Kette an Dominosteinen nicht - sondern es fallen weitere. Gemeint ist, dass die verkürzte Bauchmuskulatur einen sehr wichtigen, aber im Sprachgebrauch meist unbekannten Muskel in Mitleidenschaft zieht. 

Es handel sich um den sogenannten Psaos, der im Inneren der Bauchhöhle zu finden ist und als einziger Muskel Ober- und Unterkörper miteinander verbindet. Ist auch er verkürzt werden besonders im Lendenwirbelbereich Bandscheiben und Wirbel gestaucht.

Rückenschmerzen müssen also nicht notwenidgerweise den Muskeln des Rückens direkt entspringen, sondern können ihre Ursache auch an der Körpervorderseite haben.

Faszien bestehen aus dünnen bindegewebeartigen Strukturen und umhüllen jeden Muskel, aber auch Knochen und innere Organe. 

Sie geben den Muskeln Form und Stabilität. Während sie vor Jahren vergleichsweise wenig Beachtung fanden, entstand die vergangenen Jahre ein regelrechtes Interesse um dieses Bindegewebe. 

Faszien spielen bei der Formgebung unseres Körpers eine Rolle und treffen unterschiedliche Bereiche voneinander ab. So halten sie beispielsweise die inneren Organe an ihrer vorgesehen Position. 

Sie trennen aber auch einzelne Muskeln voneinander und sind mit für den Transport von Nährstoffen über der Lymphe verantwortlich.

Der Fluss der Lymphe hängt von Muskelbewegungen ab. Findet diese nicht ausreichend statt, kann Fasziengewebe verkleben und verhärten.

Dies kann in der Folge Schmerzen in den jeweiligen Muskelregionen verursachen. Mehr möchten wir an dieser Stelle nicht auf Faszien und ihrer Bedeutung für die Enstehung von Rückenschmerzen eingehen. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema findest Du hier.

Die Rückenmuskulatur gibt dem menschlichen Körper Haltung und Stabilität. Sie ist ein komplexes Geflecht aus vielen verschiedenen Muskeln, die in autochthone und aufgelagerte Rückenmuskulatur unterschieden werden kann. Eine verspannte und Rückenmuskulatur kann zu Rückenbeschwerden führen.

Letztere lässt sich einfacher trainineren. Ersterer verbindete die einzelnen Wirbelkörper miteinander. Ihr kommt bei der Streckung unserer Wirbelsäule hohe Bedeutung zu.

Die einzlenen Muskelgruppen sollten aufeinander abgestimmt sein, um Ungleichgewichte zu vermeiden. Eine zu stark ausgeprägte Bauchmuskulatur hilft ebenso wenig wie eine zu schwache Rückseite.

Ein konsequentes Training von Muskeln an Rücken und Bauch erscheint ratsam. Falls Du einer sitzenden Tätigkeit nachgehen solltest, unterbrich die Sitzphasen bewusst, steh auf lockere Deinen Muskulatur. Hierzu haben wir Dir auch einige Anregungen zusammgestellt.

Mehr zum Thema findest Du hier:

Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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