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Verschleiß am Bewegungsapparat

Was ist die Ursache?

Entstehung von Rückenschmerzen oft multikausal


Übergewicht belastet Wirbelsäule und Bandscheiben

ARTIKEL von Stefan Füger | 01.06.2016

Übergewicht schlecht für Bandscheiben und Gelenke

Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes gilt ca. die Hälfte der Deutschen als übergewichtig.

Übergewicht kann Gelenke und Bandscheiben belasten.

Wie äußert sich Übergewicht genau auf unseren Rücken und was sagen wissenschaftliche Untersuchungen?

Nicht jedes Pfund über ein vermeintliches Idealgewicht hinaus muss sich schädlich auswirken. Jeder Mensch ist individuell und an mathematisch genau an Kilogramm und Körpergewicht festmachte Idealvorstellungen machen nicht immer Sinn.

Dennoch gilt grundstätzlich, dass Übergewicht dem Körper schadet und verantwortlich für verschiedene Krankheitsbilder ist.

Hierzu zählen neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes natürlich auch Schädigungen am Bewegungsapparat bis hin zu Rückenschmerzen durch Übergewicht.

Betroffen sein gehören neben Knie- und Hüftgelenk besonders auch Wirbelsäule samt Bandscheiben

Um zumindest indikativ eine Eingrenzung von Übergewicht vornhemen zu können, bemühen wir den sogenannten Body Mass Index (BMI).

Nach dessen Berchnung gilt als übergewichtig gilt, wer einen BMI von über 25 aufweist. Von Fettleibigkeit wird ab einer Zahl von über 30 gesprochen.

Ein zu hohes Gewicht belastet nicht nur unsere Gelenke in der Hüfte und den Beinen. Auch die Wirbelsäule kann betroffen sein.

Übergewicht kann zu übermäßigen und frühzeitigen Abnutzungserscheinungen an Wirbelkörpern und Bandscheiben führen.

Da Aufbau und Leistungsfähigkeit unserer Bandscheiben natürlich nicht im Rahmen einer Gewichtszunahme steigen, müssen Bandscheiben übergewichtiger Menschen entsprechend mehr aushalten als von Normalgewichtigen

Auf unsere Wirbelsäule wirkt im Stehen ungefähr unserem Körpergewicht. Die Intensität der Belastung nimmt nach unten hin zur Lendenwirbelsäule zu. Somit verlangt natürlich jedes zusätzliche Pfund unseren Bandscheiben mehr ab.

Wie gesagt, wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass Rückengesundheit bzw. die Entstehung von Rückenschmerzen ausschließlich am Gewicht liegt.

Sicherlich spielen in einer multikausalen Betrachtung viele Faktoren eine Rolle. Hierzu gehören Bewegungsintensität, wie lange sitzt eine Person täglich, wie sieht die Ernährung aus, wie wird Stress abgebaut etc. Dennoch bildet Übergewicht bei der Entstehung von Rückenbeschwerden einen wesentlichen Faktor.

Ein Ärzteteam unter Leitung von Dino Samartzis untersuchte nahezu 2.600 Personen.

Die Zusammensetzung der Gruppe war zufallsbasiert. Soziale Herkunft und Rückenschmerzen blieben als Auswahlkriterium unberücksichtigt.

Die Wissenschaftler berechneten den BMI und untersuchten bei jedem Studienteilnehmer mittels bildgebender Verfahren den Zustand der Wirbelsäule. 

Das Ergebnis erstaut wirklich. Mehr als 70% der Probanden litt an Bandscheibendegeneration. Das Ausmaß der Schädigung nahm im Alter zu – was natürlich nicht überrascht.

Die Forscher konnten aber einen Zusammenhang zwischen steigendem BMI und dem Grad der Bandscheibenschädigung aufzeigen.

Das Risiko einer Bandscheibenerkrankung lag für Fettleibige doppelt so hoch wie für Normalgewichtige.

Insofern sollte jeder auf sein Gewicht achten. Denn zusätzliche Pfunde belasten die Wirbelsäule und degenerieren Bandscheiben.

Kommt es zu einem Bandscheibenvorfall können konservative und operative Behandlungsansätze greifen. Nach Expertenmeinung operieren deutsche Ärzte Bandescheibenvorfälle zu häufig und vertrauen zu wenig auf den konservativen Weg. 

Rückenbeschwerden lassen sich auf verschiedene Arten vermeiden. Heute wissen Experten, dass Rückenschmerzen meist durch die Kombination verschiedener Faktoren entstehen.

Einige gehen gar so weit, dass in jedem Fall immer physische und psychische Faktoren wie beispielsweise Bewegungsmangel und Stress beteiligte seien. 

Hinsichtlich des Stichwortes Übergewicht liegt die Empfehlung natürlich auf der Hand: dem Rücken zuliebe die übermäßige Gewichtsbelastung reduzieren. Angeraten sei eine nachhaltige Umstellung der Ernährung in Kombination mit angepasster, verstärkter Bewegungsintensität. Die Absprache mit dem Hausarzt erscheint sinnvoll, um vorsichtig vorzugehen. 

Darüber hinaus stehen viele weitere Wege offen, Rückenbeschwerden weitestgehend aus dem Wege zu gehen. Hierzu gehört der gezielte Abbau von Stress, beispielsweise durch Entspannungstechniken und -übungen wie Yoga.

Darüber hinaus sollte das Alltagsverhalten im Büro auf ergonomische Anforderungen abgestimmt sein. Der Schreibtischstuhl sollte individuell einstellbar, der Tisch in der Höhe regulierbar sein und der Bildschirm in sinnvoller Höhe angebracht werden. 

Dynamisches Sitzen, das Schonen der Bandscheiben und Nackenmuskulatur in Kombination mit mehr Bewegung und gezieltem Sport können einen Schritt in die richtige Richtung darstellen. 

Übergewicht kann zu Verschleißerscheinungen am Bewegungsapparat einschließlich der Wirbelsäule samt den Bandscheibe führen.

Eine umfangreiche wissenschaftliche Studie mit nahezu 2.600 Probanden legt nahe, dass das Risiko für Bandscheibenerkrankungen mit steigendem Gewicht gemessen am Body Mass Index zunimmt.

Der Schlüssel zur Vermeidung dieser Rückenschmerzen liegt in Gewichtsreduktion durch vermehrte, angepasste Bewegung und einer nachhaltigen Ernährungsumstellung.

Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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