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Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich

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Bereiche mit Rückenschmerzen


Lendenwirbelsyndrom

ARTIKEL von Stefan Füger | 17.05.2015

Was äußert sich das Lendenwirbelsyndrom?

Das Lendenwirbelsyndrom äußert sich wie das Hals- und Brustwirbelsyndrom mit Beschwerden und Schmerzen an der Wirbelsäule.

Umgangssprachlich auch als "Hexenschuss" bezeichnet kann es zu teils heftigen Schmerzen im unteren Rücken führen.

Großteils genügt eine konservative Therapie des Lendendwirbelsyndroms. In einem geringeren Teil der Fälle kommen minimalinvasive bzw. operative Therapieformen zum Einsatz.

 

Wenn es im Rücken zwickt, sprechen wir umgangssprachlich von Kreuzschmerzen. Diese werden im unteren Bereich der Wirbelsäule, der sogenannten Lendenwirbelsäule, durch das lokale Lumbalsyndrom hervorgerufen. Typischerweise verspannt sich die Muskulatur samt einer eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit

Die akute Form dieser Schmerzen bezeichnen Experten als Lumbago. Der Volksmund nennt sie "Hexenschuss". Die Schmerzen tauchen unvermittelt auf. Auslöser können ungeschickt Bewegungen oder das falsche Heben eines Gegenstandes sein. 

Typischweise bleiben die Schmerzen nicht sehr lange. Ärzte raten zuleichter Bewegung im Rahmen des Möglichen, Physiotherapie zur Entlastung der Wirbelsäule, Wärme und passenden Mitteln zur Schmerzminderung und Entkrampfung der Muskulatur

Auch das Facettensyndrom, in der Fachsprache auch als lumbales Wurzelsyndrom bezeichnet, kann sich im unteren Bereich der Wirbelsäule manifestieren und in die Beine ausstrahlen

Abnutzungserscheinungen an kleinen Wirbelgelenken sind hierfür verantwortlich. Zwar kann das Facettensyndrom im gesamten Bereich der Wirbelsäule auftreten, kommt jedoch am häufigsten an der Lendenwirbelsäule vor. Hier muss die Wirbelsäule auch die größte Belastung aushalten. 

Oft geh ein Lumbalsyndrom mit einer Reizung der Spinalnervenwurzel einher. Ärzte sprechen dann von Lumboischialgie (oder kurz „Ischias")

Abhängig vom Abschnitt der Lendenwirbelsäule zeigen sich unterschiedliche neurologische Auswirkungen, z.B. an Oberschenkel, Fußrücken, Zehen etc. 

Bei konservativen Therapieform versuchen Ärzte den Schmerzen ohne operativen Eingriff (siehe unten) Herr zu werden. 

Der Patient soll möglichst schnell wieder im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine kommen. Die Wahl der Mittel fällt auf ein Kombination aus Wärmebehandlung, Schmerzmitteln und physiotherapeutischer Begleitung, um die Wirbelsäule zu entlasten und die Muskulatur zu entkrampfen

Sollten die Schmerzen nicht verschwinden, stehen stärkere, antirheumatische Medikamente zur Verfügung. Zudem können über Physiotherapie hinaus auch Akkukpunktur und Massagen einen positiven Effekt erzielen. 

Im Mittelpunkt sollte immer die Überlegung stehen, den Patienten einerseits im Rahmen des Möglichen aktiv zu halten und andererseits zu nachhaltigen Rückenübungen zu angepasstem Alltagsverhalten zu befähigen. 

Die minimalinvasive Therapie steht als Überbegriff für die Behandlung durch einen vergleichsweise kleinen Eingriff.

Dabei erreicht der Operateur mittels Kathetern oder passender endoskopischer Instrumente betroffene Bandscheiben, Muskel- oder Nervengewebe. 

Abhängig hiervon unterscheiden sich folgende drei Behandlungen: 

  1. periradikuläre Therapie: entzündete Nervenwurzel 
  2. intradiskale Therapie: verlagerten Bandscheibengewebes
  3. Facettentherapie: Arthrose der Wirbelgelenke

Die operative Therapie geht wesentlich weiter im Vergleich zum minimalinvasiven Vorgehen. 

In Mitleidenschaft gezogene Abschnitte der Wirbelsäule legt der Chirurg frei. Auch hier erfolgt die Einteilung hinsichtlich entsprechender Zielrichtung: 

  1. Diskotomie: die Nervenwurzeld soll durch Entfernung von Bandscheibengewebe soll Druck von der Nervenwurzel genommen werden (in der Fachsprache Dekompression). 
  2. Erweiterung des Wirbelkanals: wie bei der Diskotomie soll auch hier die Nervenwurzel druckentlastet werden; in diesem Fall erfolgt disch durch Abtragung knöcherner Strukturen
  3. Spondylodese: ein oder mehrere lumbale Bewegungssegmente werden versteift
  4. Bandscheibenprothese: die Bandscheibe wird durch ein mobiles Interponat ersetzt

Chirurgen versuchen natürlich auch hier, so schonend wie möglich vorzugehen. Mikrochirurgische Verfahren ermöglichken es durch eine schmale Öffnung weniger Zentimeter Länge Operationsmikroskop, Lichtquellen und Instrumente einzubringen. 

Ein Großteil aller Rückenbeschwerden gilt als unspezifisch. Das bedeutet, dass sich für die Entstehung der Schmerzen kein konkreter Grund identifizieren lässt. 

Zudem führen oft mehrere Faktoren gleichzeitig zum Auftreten der Beschwerden am Rücken. Fachleute sprechen hier von Multikausalität

Psychische Faktoren wie beispielsweise Stress, falsches Alltagsverhalten, ein allgegenwärtiger Bewegungsmangel, der bereits bei immer mehr Kindern zu Rückenschmerzen beiträgt aber auch lange, monotone und statische Sitzphasen befördern die Enstehung von Rückenenbeschwerden.

Du siehst also, dass Du eine ganzen Reihe von Stellschrauben bewegen kannst, um dem Lendenwirbelsyndrom vorzubeugen. 

Sitze dynamisch, gönne Dir ausreichend Pausen im Arbeitsalltag, arbeite im Büro, wenn möglich, ab und zu an Stehtischen und nimm lieber die Treppen statt den Aufzug. Bewege Dich ausreichend. Eine Studie fand heraus, dass täglich eine Stunde lockere Bewegung die negativen Auswirkungen eines kompletten Arbeitstages im Sitzen kompensieren kann. 

Zudem können  Entspannungsübungen in Kombination mit der Dehnung relevanter Muskelgruppen im Rücken, Nacken, Schulter und Beinen helfen, Stress abzubauen und Deine Muskulatur zu lockern und zu stärken.

Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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