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Fehlstellung Iliosakralgelenk

Was ist die Ursache?

Entstehung von Rückenschmerzen oft multikausal


ISG-Blockade

ARTIKEL von Stefan Füger | 08.12.2016

Schmerzursache Fehlstellung Iliosakralgelenk

Schmerzen im unteren Rücken können unterschiedliche Ursache haben. Eine Fehlstellung des Iliosakralgelenks, die sogenannte ISG-Blockade, gehört hinzu.

Dabei muss es sich nicht um eine Verschleißerscheinung handeln. Auch junge Menschen können von einer ISG-Blockade betroffen sein.

Oft liegen die Ursachen in einer Fehlbelastung oder schlicht einem ausgeprägten Bewegungsmangel.

Zur Vorbeugung einer ISG-Blockade empfiehlt sich denn auch eine entsprechende den Möglichkeiten angepasste körperliche Ertüchtigung. 

Das Iliosakralgelenk ist synonym unter den Bezeichnungen ISG, Sakroilakal-Gelenk und dem verständlicheren Namen Kreuzbein-Darmbein-Gelenk bekannt. Letzteres deutet bereits auf dessen Lokalisation im Körper hin.

Da Iliosakralgelenk verbindet den unteren Bereich der Wirbelsäule (in der Fachsprache Oc sacrum genannt) mit dem Becken (in der Fachsprache als Os ilium bezeichnet).

Im Übergang zwischen dem Kreuzbein und den Beckenschaufeln befindet sich das ISG.

Es kann nicht willkürlich bewegt werden, wird von Bändern und Muskeln stabilisiert und weist insgesamt eine sehr limitierte Beweglichkeit auf. Experten bezeichnen ein solches Gelenk als Amphiarthrose.

Mediziner verstehen unter dem Begriff Blockierung generell eine temporäre (also nicht dauerhafte) eingeschränkte Beweglichkeit eines oder mehrerer Gelenke.

Bei der ISG-Blockade kommt es zu einer Fehlstellung und einem Verkanten der Gelenkflächen des Iliosakralgelenks. Synonym ist die ISG-Blockade u.a. mit den Begriffen ISG-Blockierung und Kurz-Darmbeinblockierung bekannt.

Fehlstellungen des Kreuz- oder Darmbeins beanspruchen entsprechende Bänder stärker mit der Folge einer stärkeren Spannung an den Bändern samt einer Bewegungseinschränkung des Iliosakralgelenks, die ISG-Blockade genannt wird.

Die Ursachen einer Blockade des Iliosakralgelenks können vielfältig sein:

  • Fehlbelastung durch schweres Heben.
  • Übergewicht ist führt natürlich insgesamt zu einer ungesunden Mehrbelastung des Bewegungsapparates einschließlich Wirbelsäule samt Bändern und Bandscheiben. Hierin eingeschlossen ist natürlich auch das ISG-Gelenk.
  • Tritt ins Leere beim Übersehen einer Treppenstufe.
  • Die chronisch entzündliche Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew kann ebenfalls zu einem ISG-Syndrom führen.
  • Die hormonelle Umstellung während einer Schwangerschaft kann zu schlafferen Bändern und gleichsam weniger Stabilität führen. Wenn die Rückenmuskulatur die entstehende Mehrbelastung nicht auffängt, kann es zu einer ISG-Blockade kommen.

Die durch verschiedene Faktoren hervorgerufene Fehlstellung des Iliosakralgelenks kann dann zu Entzündungsreaktionen führen, die von unserem Gehirn wiederum als Schmerzen wahrgenommen werden.

Ein Verkanten zwischen Kreuz- und Darmbein führt zu den typischen Schmerzen des ISG-Syndroms.

Betroffene nehmen Beschwerden an der betroffenen Seite im unteren Rücken und der Leiste wahr. Teilweise strahlen diese Rückenschmerzen auch über das Gesäß in den hinteren Oberschenkel bis hin zum Knie.

Die Schmerzen werden typischerweise als tiefsitzende und dumpfe Beschwerden empfunden.

 Die Medizin zählt die Beschwerden des ISG-Syndroms zu den sogenannten pseudoradikuläre Symptomatiken.

Dieser Begriff bezeichnet unspezifische, örtlich eingegrenzte Rückenbeschwerden mit Ausstrahlung in Arme oder Beine ohne Beeinträchtigung des Spinalnervs.

Der Arzt verschafft sich bei der Feststellung einer ISG-Blockade zunächst ein Bild über die Gesamtsituation. In einem ausführlichen Patientengespräch sollen zunächst Entstehung, Dauer und Intensität der Beschwerden des ISG-Syndroms abgeklärt werden:

  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Traten sich plötzlich auf, z.B. bei einer ungeschickten Bewegung wie ein Tritt ins Leere.
  • Bleiben die Beschwerden auf den unteren Rücken beschränkt oder strahlen sie in Gesäß und Beine aus?

Zudem erscheint es wichtig etwaige ernstzunehmende Erkrankungen wie Morbus Bechterew, Bandscheibenvorfälle oder auch Tumore an der Wirbelsäule auszuschließen.

Zudem besteht für den Arzt die Möglichkeit durch mehrere manuelle orthopädische Tests, bewegungsabhängige Beschwerden zu identifizieren, die auf eine Blockade des Iliosakralgelenks hindeuten könne. Hierzu zählen beispielsweise der sogenannte Patrick- oder der Mennell-Test. 

Die Behandlung des ISG-Syndroms weist verschiedene Aspekte auf. Grundsätzlich muss die Prämisse lauten, den Patienten so schnell wie möglich wieder in Aktivität zu versetzen.

Konsequente körperliche Bewegung im Rahmen der Möglichkeiten ergänzt durch physiotherapeutische Übungen sollen helfen, das Gelenk schnellstmöglich zu entlasten.

Ärzte mit entsprechender Ausbildung verstehen es zudem, die Fehlstellung des Gelenks durch Mobilisation und Manipulation zu korrigieren.

Um einer ISG-Blockade vorzubeugen, spielt Bewegung die wohl wesentlichste Rolle. Gezielte sportliche Ertüchtigung mit für den Rücken sinnvollen Betätigungsfeldern erscheinen sinnvoll.

Auch im Büroalltag sollte so viel wie möglich Bewegung integriert werden, um eine Blockade des Iliosakralgelenks zu vermeiden. Nimm lieber ab und zu die Treppe statten den Aufzug, unterbrich Deine Arbeit bewusst für kurze Pausen, um Dich zu strecken und Deine Rückenmuskulatur zu entspannen und zu dehnen.

Ein täglicher Spaziergang und gezielte Übungen, beispielsweise Yoga und Pilates, zur Dehnung und Kräftigung der Muskulatur schaden sicherlich nicht.

Zudem sollte beim Heben von Gegenständen auf eine rückengerechte Technik geachtet werden, um eine ISG-Blockade zu verhindern. 

Eine Blockade des Iliosakralgelenks, kurz ISG-Blockade, kann in jedem Altern auftreten und trifft beide Geschlechter gleichermaßen.

Das Iliosakralgelenk, kurz ISG, verbindet Wirbelsäule und Becken miteinander. Insgesamt weist es eine limitierte Beweglichkeit auf und lässt sich auch nicht aktiv bewegen.

Ein Verkanten dieses Übergangs zwischen Kreuzbein und den Beckenschaufeln kann zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen führen.

Die Ursachen für die Fehlstellung können vielfältig sein. Hierzu zählen beispielsweise ein Verhebetrauma, ernstzunehmende Krankheiten wie Morbus Bechterew, die hormonelle Umstellung während einer Schwangerschaft oder schlicht eine zu schwach ausgebildete Muskulatur aufgrund eines ausgeprägten Bewegungsmangels.

Durch ausreichend Bewegung lässt sich vielen Beschwerden im Rücken vorbeugen – auch der Entstehung einer ISG-Blockade.

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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