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Rückenschmerzen durch Vorbeugung erst gar nicht zulassen!


Vorsicht ist besser als Nachsicht!

ARTIKEL von Stefan Füger | 24.09.2014

Prävention vor Rückenschmerzen!

Rückenschmerzen werden oft als das Volksleiden Nr. 1 bezeichnet.

Sie kommen oft plötzlich, teils gehen sie unverhofft aber leider bleiben sie auch oft viel zu lange und werden chronisch.

Prävention vor Rückenschmerzen ist unerlässlich.

Die wichtigsten Fakten rund um Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind die häufigste Schmerzform in der Bevölkerung. Die Zahl der Rückengeplagten Bundesbürger variiert je nach dem welcher Befragung Glauben geschenkt wird. Gemeinsam ist allen Studien jedoch ein recht hoher Prozentsatz.

Etwa 70% der Bundesbürger leiden gelegentlich daran. Jede fünfte Frau und jeder siebte Mann leidet unter chronischen Rückenschmerzen. Rückenschmerzen verursachen laut Studien ca. 15% aller Arbeitsunfähigkeitstage. Einer Umfrage des Forschungsinstituts Forsa aus dem Jahre 2009 zufolge leiden beispielsweise von den ca. 1.000 befragten Personen sogar 53 % dauerhaft unter Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen– Tendenz: Steigend.

Rückenschmerzen stellen eine gesamtwirtschaftliche Herausforderung dar, wenn man an die Milliarden denkt, die der daraus folgende Arbeitsausfall sowie teils kostspielige Behandlungs- bis hin zu Operationsmethoden verschlingen. Das Forum-Schmerz spricht von €20 Mrd. bis €25 Mrd. direkter und indirekter Kosten.

Rückenschmerzen vermeiden

Ist das Kind in den Brunnen gefallen gibt es verschiedene Möglichkeiten, den schon vorhandenen Schmerz zu bekämpfen.

Diese erstrecken sich von vergleichsweise simplen aber wichtigen Methoden, wie Krankengymnastik, dem Verschreiben von Schmerzmitteln oder Massagen über Akupunktur bis zu komplizierten operativen Eingriffen, die je nach Aussage unterschiedlicher Orthopäden mal mehr oder mal weniger sinnvoll erscheinen.

Einerseits sind lediglich ca. 15% der Rückenschmerzen auf konkrete Ursachen zurückführbar während der weitgrößere Anteil von 85% aus unspezifisch bezeichnet wird – ein klarer Grund für diese Rückenschmerzen ist also nicht identifizierbar.

Andererseits fällt die oftmalige Rückkehr des Rückenschmerzes auf. Ohne die dringend benötigten vorbeugenden Maßnahmen heißt es dann also schnell: Nach der Behandlung ist vor der Behandlung. Insgesamt sollte unser Ziel also sein, Rückenschmerzen soweit wie möglich zu vermeiden und ihre ständige Wiederkehr zu unterbinden.

[RUECKENTIPP-01]

Bewegungsmangel kann zur Rückenschmerzen führen

Eine häufige Ursache für Schmerzen am Bewegungsapparat ist ganz einfach unsere Bewegungsarmut. Viel wird heute im Sitzen gearbeitet, während der erste Mensch auf einen täglichen Aktionsradius von 15 bis 20 Kilometer zu Fuß ausgelegt war.

Der Durchschnittsmensch heute bringt es täglich auf nicht einmal einen Kilometer! Aufgrund dieser Bewegungsarmut ermüdet zum einen die Muskulatur schneller und kann die für die Wirbelsäule stützende Funktion möglicherweise nicht mehr erfüllen wodurch diese den Belastungen nur schwer oder nicht mehr gewachsen ist.

Dadurch können sich Gelenke wiederum schneller abnutzen. Des Weiteren können die als Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern dienenden Bandscheiben aufgrund fehlender gezielter Be- und Entlastung nicht ausreichend Flüssigkeit aufnehmen, was deren Funktion möglicherweise beeinträchtigen kann.

Der Bewegungsarmut entgegenzuwirken ist also ein guter Start und es gilt das das Motto: Das einzige was dem Körper nicht gut tut, ist nichts zu tun. Neben gezielter Wirbelsäulengymnastik zur Stärkung der Rücken-, Nacken- und Bauchmuskulatur kann regelmäßig sportliche Betätigung angepasst auf die physische Verfassung helfen Rückenschmerzen zu vermeiden, sei es Joggen, Schwimmen oder Yoga.

Unterschiedliche Sportarten werden als unterschiedlich rückenfreundlich bzw. belastend eingestuft. Sportvereine und Krankenkassen geben hierüber typischerweise gerne Auskunft.

Die nächste Sitzposition ist die wichtigste

Darüber hinaus ist es von großem Nutzen, seinen Alltag so gut es geht, nach dem Wohle des eigenen Körpers auszurichten.

So eignet sich für Menschen, die viel am Computer arbeiten ein ergonomisch angepasster Arbeitsplatz samt eines in Lehne, Höhe und Tiefe verstellbaren Bürostuhls, um unkompliziert seine Haltung verändern zu können, und so nicht zu versteifen.

Kontakt zur Rückenlehne kann hilfreich sein und Schienbeine mit Oberschenkel sollten einen rechten Winkel bilden. Eine aufrechte Haltung versteht sich von selbst, wenngleich hier nicht der Eindruck entstehen soll, dass diese bedingungslos beibehalten werden solle. Heutzutage sprechen Experten vom dynamischen Sitzen – die nächste Sitzposition ist sozusagen die beste. 

Passende Matratzen können Rückenschmerzen vermeiden helfen

Neben dem Arbeitsplatz ist das Bett der Ort, an dem der Mensch die meiste Zeit verbringt.

Da der Durchschnittsmensch etwa ein Drittel seines Lebens regelrecht verschläft, ist es von elementarer Bedeutung, auch in diesem Lebensbereich auf seinen Körper Rücksicht zu nehmen und ihn mit dem für ihn passenden Bettsystem (Matratze und Federholzrahmen) dabei zu unterstützen, die Rückenmuskulatur und Bandscheiben zu entspannen, so dass der Bewegungsapparat den Belastungen des Tages wieder gewachsen ist.

Zudem können Phasen der körperlichen und geistigen Entspannung sehr hilfreich sein. Ein Drittel aller Befragten einer Forsa-Umfrage nennen Stress und seelische Belastungen als Ursache für ihre Rückenschmerzen, wobei Frauen häufiger psychische Ursachen für ihre Rückenschmerzen verantwortlich machten als Männer (40% im Vergleich zu 25%).

So ist es nicht verwunderlich, dass Experten neben Ausdauersportarten, z.B. Joggen, auch Yoga als mögliches Mittel zur Vermeidung von Rückenschmerzen nennen.

Allgemein lässt sich sagen: Ein Patentrezept gegen Rückenschmerzen gibt es nicht. Jedoch erhöhen verschiedene Maßnahmen und Verhaltensregeln die Chancen auf einen schmerzfreien Alltag enorm.

Dazu gehören ausreichend und an die physische Verfassung angepasste Bewegung, ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz, gezielten Phasen der Entspannung, ein passendes Bettsystem und zwischendurch immer wieder Lockerungsübungen und Übungen zur Stärkung relevanter Muskulatur.

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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