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Eine Stunde ausreichend

Bürostuhl und richtig sitzen


Tägliche Bewegung kompensiert Sitzen

ARTIKEL von Stefan Füger | 01.08.2016

Sitzen schadet auch Deinem Rücken

Der menschliche Körper ist nicht für langes Sitzen geschaffen. Wer zu lange sitzt setzt sich Gesundheitsrisiken wie durch Zigarettenkonsum aus.

Ausgedehnte Sitzphasen lassen sich in Bürojobs zwar oft nicht vermeiden. Die Ergebnisse einer neue Studie machen aber Hoffnung. Demnach kompensiert eine Stunde Bewegung acht Stunden Sitzen.

Aufbau der Studie

Ulf Ekelund von der Norwegian School of Sports Sciences und sein Team veröffentlichten in The Lancet die Ergebnisse ihrer Meta-Studie. Sie führten dabei die Daten von 16 einzelnen Bewegungsstudien zusammen.

Die Forscher nutzten hierbei Informationen über mehr als eine Million Menschen. Sie teilten diese in vier Gruppen je nach täglicher Bewegungsintensität ein.

Das bewegungsärmste Viertel kam auf gerade einmal maximale fünf Minuten am Tag, während sich die aktivste Gruppe durch mehr als 60 Minuten tägliche Bewegung auszeichnete.

Darauf aufbauend erhielt jede dieser Bewegungsgruppen mehrere Unterkategorien abhängig von der täglichen Sitzdauer. Vielsitzer verbrachten jeden Tag mehr als acht Stunden in dieser Haltung - die Wenigsitzer lediglich bis zu vier Stunden.

Final analysierten die Forscher die Sterberaten der Probanden in Relation zur erfassten Bewegungs- und Sitzintensität.

Täglich eine Stunde Bewegung empfohlen

In der Grundaussage legen die Ergebnisse, wie andere Studien auch, die positiven Effekte von mehr Bewegung nahe. Im Detail warten jedoch einige interessante Aussagen auf:

  • Die Gruppe mit dem höchsten Aktivitätslevel und der kürzesten Sitzdauer wies ein um nahezu 60% niedrigeres Todesrisiko auf als das entgegengesetzte Extrem aus wenig Bewegung und viel Sitzen.
  • Das Sterblichkeitsrisiko innerhalb der bewegungsintensivsten Gruppe erwies sich jedoch als unabhängig von Sitzdauer. Mit anderen Worten: ausreichend Bewegung kompensiert selbst längere Sitzphasen.
  • Das Risiko an Krankheiten am Herzen, Diabetes und diversen Krebsarten zu leiden steige mit sinkender Bewegungsintensität.
  • Weltweit sollen jährlich mehr als 5 Millionen Todeslfälle damit im Zusammenhang stehen - eine ähnliche Zahl wie durch die Folgen des Zigarettenkonsums.
  • Die gesellschaftlichen Kosten des Bewegungsmangels betragen jedes Jahr mehr als EUR 60 Milliarden.
  • Vierfünftel entfallen auf Ausgaben des Gesundheitssystems - der Rest auf Produktionsausfälle.

Aktivität reduziert Risiken

In vielen Jobs lassen sich lange Sitzphasen leider nicht verhindern. Wer zudem den Weg zur Arbeit im eigenen Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln meistert oder viel auf Reisen verbringt, kommt um ausgedehntes Sitzen nicht umhin.

Die Studienergebnisse stimmen aber positiv. Eine Stunde körperliche Betätigung bei moderater Intensität könne ausreichen, um die Risiken des Sitzens zumindest zu reduzieren oder gar zu eliminieren.

Die Forscher raten zum Gehen mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als 5 km/h oder Radfahren bei leicht oberhalb von 15 km/h.

Gerätetraining, Yoga und intensivere sportliche Betätigung erscheinen sicherlich wünschenswert. Nach Aussagen der Forscher muss dies aber zumindest nicht sein, um die Risiken übermäßigen Sitzens zu adressieren.

In jedem Falle raten wir Dir: sitz dynamisch, integriere Dehnübungen im Büro in deinen Arbeitsalltag, stehe immer wieder bewusst auf, um deine Muskulatur zu lockern und bewege dich ausreichend. Ein Spaziergang in der Mittagspause kann ein toller Anfang sein!

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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