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Stress, mangelnde Bewegung und falsches Alltagsverhalten

Matratze und richtig liegen


Muskelverspannungen häufige Ursache von Rückenschmerzen

ARTIKEL von Stefan Füger | 27.05.2016

Rückenschmerzen durch Verspannungen

Jährlich leiden etwa 70% aller Deutschen unter Rückenschmerzen.

Die direkten Behandlungskosten sowie indirekte Kosten durch Produktionsausfälle verschlingen jedes Jahr viele Milliarden Euro.

Was sind die Ursachen der Volkskrankheit Nr. 1 Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen häufig unspezifisch

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Hierzu zählen u.a. Haltungsschäden, genetische Veranlagung, unzureichende Bewegung, Verschleißerscheinungen, falsches Alltagsverhalten, Stress und psychische Faktoren aber auch ernstzunehmende Krankheitsbilder.

Rückenschmerz ist eine multifaktorielle Erkrankung, häufig lösen mehrere Ursachen gleichzeitig den Schmerz aus.

Die genauen Ursachen von Rückenschmerzen lassen sich jedoch oft nicht abschließend klären. Lediglich bei 15% der Fälle kann ein eindeutiger Grund festgestellt werden. Bei den verbleibenden 85% sprechen Experten von unspezifischen Rückenschmerzen.

Einteilung Rückenschmerzen

Die Klassifizierung von Rückenschmerzen erfolgt u.a. nach ihrer Dauer und Manifestation.

Dauern Rückenschmerzen weniger als sechs Wochen an werden sie als akut bezeichnet, zwischen sechs bis zwölf Wochen sprechen Experten von subakuten Rückenschmerzen und ab zwölf Wochen von chronischen Rückenschmerzen.

Je nach betroffener Körperregion werden Rückenschmerzen in Zervikal- (Halswirbel), Thorakal- (Brustwirbel) oder Lumbalsyndrom (Lendenwirbel) eingeteilt. An letzterem manifestieren sich die häufigsten Rückenschmerzen.

Muskelverspannungen als Ursache von Rückenschmerzen

Oft sind Muskelverspannungen der Auslöser akuter Rückenschmerzen. Meist verschwinden diese jedoch nach einigen Tagen und gelten als harmlos.

Dennoch ist es ratsam die Signale unseres Körpers ernst zu nehmen. Denn Rückenschmerzen können auch Anzeichen verschiedener ernstzunehmender Krankheitsbilder wie Tumore, entzündliche Erkrankungen, Knochenschwund oder Schädigungen der Bandscheiben sein und deren ärztliche Abklärung sei dringend empfohlen.

Bei Verspannungen stimuliert das verkrampfte und verhärtete Gewebe umliegende Nerven was wir als Schmerz empfinden. Hieraus kann eine Abwärtsspirale entstehen. Um dem Schmerz „auszuweichen“ verspannen sich Muskulatur und Faszien weiter, so dass schmerzfreie Bereiche des Rückens in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ursache von Muskelverspannungen

Die Ursachen der Muskelverspannungen wiederum können vielschichtig sein. Sie entstehen zum Beispiel durch einseitige Belastungen, statisches Sitzen und Fehlhaltungen, einer durchgelegenen oder unpassenden Matratze oder, falsches Alltagsverhalten und Bewegungsmangel mit der Folge schwächer werdenden Muskel- und Fasziengewebes.

Darüber hinaus sind sich Experten mittlerweile sicher, dass auch Stress als Auslöser bzw. Verstärker von Verspannungen mit der Folge von Rückenschmerzen fungiert. Zudem sind Genussmittel wie z.B. Nikotin abträglich.

Statisches Sitzen Auslöser von Verspannungen

Täglich sitzen wir viele Stunden – im Büro, auf dem Weg zur Arbeit oder vor dem Fernseher. Hilfreich ist es allemal, aufrecht zu sitzen – aber ausreichend nach dem heutigen Stand der Forschung nicht. Statisches Sitzen kann zu Verkrampfungen im Nacken- und Schulterbereich führen. Diese setzen sich nach unten fort und erfassen bis dahin nicht betroffene Bereiche.

Kleineste Veränderungen, sogenannte Mikrobewegungen in der Körperhaltung, können ausreichen, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Die nächste Sitzhaltung ist sozusagen die beste.

Der Wechsel der Sitzposition durch Bewegung der Rückenmuskulatur, Anspannung und Entspannung fördert den Flüssigkeitsaustausch der Bandscheiben und damit deren Gesunderhaltung.

Unpassendes Bettsystem Auslöser von Verspannungen

Wir ändern in einer Nacht unsere Schlafposition sehr häufig. Für die Regeneration des Rückens und der Wirbelsäule sollte deshalb die Kombination aus Unterfederung, Matratze und Kissen den Körper immer wieder so lagern wie er im Stehen gebaut ist.

Eine zu harte oder zu weiche Matratze kann zu Fehlstellungen oder überhöhtem Auflagedruck führen. Eine zu weiche Matratze ermöglicht das Durchbiegen des Lendenbogens mit der Folge von Stauchwirkung und Überdehnung der Bänder und Muskeln. Wichtige Schlafphasen können unterbrochen werden. Die Folgen können Muskelverspannungen bis hin zu Wirbelverschiebungen sein.

Vorbeugung vor Rückenschmerzen

Der Vorbeugung vor Rückenschmerzen kommt angesichts obiger Statistiken und Aussagen hohe Bedeutung zu. Muskelverspannungen kannst Du in vielerlei Hinsicht entgegenwirken.

Bewegung ist natürlich grundsätzlich gesund - die Erkenntnisse einer Studie aus dem Sommer 2016 überrascht jedoch. Die Autoren der wissenschaftlichen Untersuchung fanden heraus, dass täglich eine Stunde Bewegung ausreicht, um die Folgen von acht Stunden Sitzen zu kompensieren. 

Bewegung zur Vermeidung von Muskelverspannungen und Rückenschmerzen spielt eine wichtig Rolle. Neben offensichtlichen Empfehlungen wie z.B. Rückenschwimmen stellen wir Dir in unseren Top-10-Sportarten für einen gesunden Rücken weitere Anregungen zusammen.

Darüber hinaus empfiehlt sich bei sitzenden Tätigkeiten immer wieder die Sitzposition zu wechseln. Bleib im Sitzen in Bewegung! Diese Idee des dynamischen Sitzens hilft Deine Bandscheiben mit Flüssigkeit zu versorgen und sie zu entspannen. 

Solltest Du viel Bildschirmarbeit leisten achte auf die Höhe Deines Bildschirms. Du solltest bei der Arbeit nicht nach unten blicken müssen. Dies belastet genaus wie beim Blick auf das Handydisplay Deine Schulter- und Nackenmuskulatur

Grundsätzlich sei auch die Vermeidung von Stress bzw. dessen Abbau angeraten. Neben sportlicher Betätigung empfehln sich hier gezielte Entspannungstechniken und -übungen wie beispielsweise Yoga

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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