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Aufbau der Wirbelsäule


Wie ist die Wirbelsäule konstruiert?

ARTIKEL von Stefan Füger | 24.09.2014

Aufbau, Belastung und Beweglichkeit! 

Der Begriff Wirbelsäule wird wohl der immensen Belastbarkeit nicht aber ihrer Beweglichkeit gerecht.

Wie ist die Wirbeläsule, unser zentrales Bewegungselement, aufgebaut?

Und wie belastbar und beweglich ist die Wirbelsäule tatsächlich?

Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht ursprünglich aus den nachfolgend genannten 33 Wirbeln (samt der dazwischenliegenden Bandscheiben) wie auch die unten befindliche Grafik visualisieren soll:

  • 7 Halswirbel    (sogenannte Cervikalwirbel C1-7)
  • 12 Brustwirbel    (sosgenannte Thorakalwirbel Th1-12)
  • 5 Lendenwirbel    (sogenannte Lumbalwirbel L1-5)
  • 5 Kreuzwirbel    (sogenannte Sakralwirbel S1-5)
  • 4 Steißbeinwirbel

Die Kreuz- und Steißbeinwirbel verschmelzen mit den entsprechenden Bandscheibenanteilen zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr jeweils zum Kreuzbein (auf lateinisch in der Fachsprache Os sacrum) und zum Steißbein (auf lateinisch in der Fachsprache Os coccygis).

Ab dann spricht  man nur noch von 25 Wirbeln, da Kreuzbein und Steißbein eine knöcherne Einheit bilden. Es gibt auch seltene Normvarianten, z.B. eine Wirbelsäule mit 6 Lendenwirbeln.

Dies wird dann in der Fachsprache Lumbalisation des ersten Kreuzbeinwirbels genannt. Eine Verschmelzung des 5. Lendenwirbels mit dem Kreuzbein wird in der Fachsprache als Sakralisation von L5 bezeichnet. Beides muss nicht notwendigerweise zu Beschwerden führen.

[RUECKENTIPP-01]

Aufbau der Wirbelsäule - schematische DarstellungDie Wirbelsäule lässt sich in folgende Bereiche einteilen: 

  1. Halswirbelsäule bzw. Nackenwirbelsäule
  2. Brustwirbelsäule
  3. Lendenwirbelsäule

Als Bewegungssegment werden zwei aneinandergrenzende Wirbel mit dazwischenliegender Bandscheibe bezeichnet.

Wirbelkörper und Bandscheiben bilden Bewegungssegmente

Zwischen je zwei Wirbeln tritt ein sogenanntes Spinalnvervenpaar aus. Diese Nerven werden wiederum nach dem Bereich der Wirbelsäule bezeichnet dem sie entspringen, also:

  1. Hals, -
  2. Brust-,
  3. Lenden-,
  4. Kreuzbein-
  5. Steißbeinbereich.

Anatomie, Funktion und Belastung der Bandscheibe

Die Bandscheibe ist als gallertartiges Kissen zwischen den Wirbelkörpern zu verstehen. Beim Gesunden wird die Bandscheibe nicht von Blutgefäßen versorgt. Ähnlich wie ein Schwamm vermag sie bei Belastung Wasser abzugeben und bei Entlastung wieder Flüssigkeit aufzunehmen (sogenannte Diffusion).

Unter Belastung der Wirbelsäule überwiegt der Flüssigkeitsabstrom aus der Bandscheibe, so dass die Wirbelsäule und damit die Körpergröße über Tag um bis zu 2 cm abnimmt.

Entsprechend wichtig sind auch Ruhephasen, Entspannung, richtiges Sitzen und richtiges Liegen, Sport oder die richtigen Schuhe und ggf. Einlagen etc., um die Bandscheiben sozusagen wieder aufzuladen. Allgemein gesprochen wird die Bandscheibe durch den Wechsel aus Be- und Entlastungsphasen ernährt.

Wegen der langen Transitstrecke für die Diffusion ist die Ernährungssituation der Bandscheibe kritisch. Im Alter ist eine Degeneration des Bandscheibengewebes daher leider normal.

Aufbau Wirbelgelenk - schematische DarstellungBiomechanisch hat die Bandscheibe zwischen den Wirbelkörpern eine Pufferfunktion vergleichbar mit einem Kissen, das sich je nach Belastung verformen läßt.

Ihre parallele Lage zwischen je zwei Wirbelkörpern verteilt die entstehende Belastung auf den Querschnitt dieser Wirbelkörper - allerdings nicht immer gleichmäßig - wie wir noch sehen werden. Sie wirkt bildlich gesprochen wie ein Stoßdämpfer und erlaubt gleichzeitig limitierte Bewegungen in alle Richtungen.

Die Belastung nimmt von oben nach unten zu - entsprechend nehmen auch die Wirbelkörper an Größe zu. Der Hauptbelastungspunkt liegt beim fünften Lendenwirbel. Ein Grund, warum etwa 70 Prozent der Rückenerkrankungen in diesem Bereich liegen.

Da die Bandscheibe ebenfalls nicht über Nerven verfügt, werden wir bei Überbelastung auch nicht durch warnende Scherzen informiert.

Wir nehmen dies erst dann wahr, wenn wir unserem Bewegungsapparat zu viel angetan haben. Entsprechend wichtig erscheint Prävention, Gesunderhaltung und Unterstützung unseres Rückens.

Beweglichkeit der Wirbelsäule

Der Aufbau des Zwischenwirbelraumes ermöglicht wie gesagt eine limitierte Mobilität der Wirbelkörper zueinander in allen Bewegungsrichtungen. Die größte Mobilität des Rückens besteht im Bereich der oberen Halswirbelsäule und der unteren Lendenwirbelsäule.

Obwohl die Mobilität der einzelnen Bewegungssegmente nur wenige Grade beträgt, ergibt die Summation eine ausgeprägte Rumpfmobilität. Die Brustwirbelsäule weist zwar die meisten Bewegungssegmente auf, allerdings sorgt hier der schützende Brustkorb mit Rippen und Brustbein für eine reduzierte Gesamtbeweglichkeit.

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Zur Verfügung gestellte Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und Untersuchung durch einen Arzt. Sie sind mit dessen Diagnose nicht gleichzusetzen.

Die Informationen sind nicht dafür da, Ferndiagnosen zu stellen oder konkrete Behandlungsmethoden für den Einzelfall zu empfehlen.

In Kommentar- und Forenbeiträgen enthaltene Hinweise ersetzen ärztlichen Rat nicht.

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